BT 7 (Leichter Panzer/Light Tank)

Der Bausatz ist von UM (unimodels) und sieht Qualitativ auf den ersten Blick sehr gut aus (Anleitung, die filigran wiedergegebenen Details wie Nieten, Ketten, etc.). Die Teile lassen sich leicht entgraten und bei ersten Passproben fiel auf das die Passgenauigkeit sehr gut ist.

Bausatzumfang :

Neben vier Gussästen (der Gussast mit den Laufrollen und Kettenteilen ist zwei mal enthalten) sind auch Ätzteile und Decals enthalten. Die Anleitung ist leicht verständlich und durchaus mit denen von Revell vergleichbar, also sehr gut.

Turmstrukturierung :

Der Wermutstropfen folgt jedoch beim genaueren hinsehen im Vergleich der Teile mit Originalfotos des Panzers. Ich habe kein Foto des Originalfahrzeuges diesen Typs gefunden, auf denen der Turm so glatt ist, wie er im Modell wiedergegeben wurde. Er müsste gerade auf den Seiten mit Nieten übersät sein. Und das, obwohl  auf den Seitenteilen der Wanne, sowie auf den Laufrädern sämtliche Nieten filigran wiedergegeben wurden., es wäre also ebenso auf dem Turm  möglich gewesen.

Es soll den Turm zwar auch geschweißt gegeben haben ohne Nieten, nur weshalb ist dann der Panzerturm auf der Illustration der Verpackung mit Nieten und den Sehschlitzen zu sehen.

Ebenso fehlen ein paar Nieten im Heckbereich, was allerdings kaum auffällt im Gegensatz zum Turm. Ebenso fehlen die Sehschlitze auf den Seiten des Turms sowie eine längliche Erhebung auf jeder Seite. Also war erstmal klar das auch bei diesem Modell einiges zu korrigieren ist.

Zusammenbau :

Der Zusammenbau ist recht einfach, dank der guten Passgenauigkeit, trotzdem  muss auch ein wenig gespachtelt werden um manche Verbindungsstellen zwischen den zusammengefügten Teilen unsichtbar zu machen, vor allem vorne im Bereich um die Fahrer Einstiegsluke.

Die Laufräder sind hier auf dem Bild erstmal nur aufgesteckt um die richtige Positionierung zu kontrollieren, wobei mir auffiel das der Abstand der hinteren zwei großen Laufräder nicht stimmt, sie liegen zu weit auseinander. Nebenbei  kam mir die Idee das Laufwerk so darzustellen, das es aussieht, als würde der Panzer über unebenes Gelände fahren.

Hier die nachträglich erstellten Nieten :

Glücklicherweise habe ich relativ schnell eine Lösung für das Problem mit den fehlenden Nieten gefunden. Die Nieten die ich hier nachträglich aufgebracht habe sind nichts anderes als Farbtupfer, die mit einer Nadel aufgetupft wurden. Wichtig ist das die Farbe hierbei nicht zu flüssig und nicht zu fest ist. Ist sie zu flüssig verläuft die Farbe zu stark und die Nieten werden zu flach und breit. Ist die Farbe zu fest, zieht sie Fäden. Ein wenig rumprobieren ist also nötig, bis es klappt. Die Sehschlitze sind eingraviert.

Panzerketten :

Die Verbindungszähne der Kettenteile sind an den Stellen, an denen die Teile verklebt werden zu grob dargestellt (linkes blaues oval). die feinen Verzahnungen stimmen (siehe rechtes blaues Oval). Gerade im Bereich um das Antriebsrad sowie um die hintere Laufrolle wäre die Verzahnung zu grob, wenn man die Kettenteile nach Anleitung montiert.

Also habe ich die Kettensegmente so zusammengebaut, das die gröbere Verzahnung möglichst nicht zu sehen ist, vor allem wenn man sich das Modell von vorne oder von hinten betrachtet :

 

Herstellung Klarsichtscheinwerfer :

Da die Scheinwerfer aus dem Bausatz keine Klarsichtteile sind, hatte ich die Wahl, entweder die vorhandenen Scheinwerfer vorne silber zu bemalen , oder mir neue anzufertigen aus Klarsichtgußästen. Ich habe mich dann für die zweite aufwendigere Methode entschieden.

Hier das Modell noch mit den Scheinwerfern aus dem Bausatz, hier ist auch schön zu sehen, das die grobe Kettenverzahnung nicht zu sehen sind :

Hier die selbst angefertigten Scheinwerfer aus Klarsicht gußästen. 

Als erstes habe ich durch Feilen und schleifen aus dem Gußast den Scheinwerfer geformt.  Erst die hintere runde Form, danach wurde der Scheinwerfer in der richtigen Länge vom Gußast abgeschnitten und vorne glatt geschliffen.  Damit das Scheinwerferglas nicht matt wirkt, muss zum Schluss ganz feines Schleifpapier verwendet werden, damit es einigermaßen klar wird.

Die Scheinwerfer habe ich dann mit dem vorderen Scheinwerferbereich nach unten auf ein Stück Tesafilm geklebt und dann den gesamten Scheinwerfer bis auf den Teil, der auf dem Tesafilm klebt, mit Chromsilber bemalt, so das das eigentliche Scheinwerferglas keine Farbe abbekommt.. Über das Chromsilber kam nun noch die grüne Farbe und fertig ist der Scheinwerfer.

Die vorderen Schutzbleche sind mit einer Feile dünner geschliffen da sie zu dick waren (links vorher, rechts nach dem feilen).

Die Rohrmündung und die Auspuffrohre habe ich mit dem Messer eines Schnitzarbeitssatzes durchbohrt. Durch ansetzen der spitzen Klinge ans Auspuffende/Rohrmündung mit einer einer Drehbewegung der Messerklinge.

Die Einstiegsklappen des Fahrers lassen sich ohne Probleme geöffnet darstellen, beide Innenseiten müssen nur noch etwas dünner geschliffen werden. An der Innenseite der oberen Klappe mussten noch ein paar Teile angefertigt werden:

-am unteren Rand eine Leiste.

-der Griff zum öffnen/schließen der Klappe, 

-der Innenteil des Sichtfensters am Sehschlitz. (siehe Bild oben rechts)

 

Anpassung der Geländeplatte an das Fahrwerk :

Nachdem das Fahrwerk geländegängig entsprechen dargestellt ist, habe ich nun das Gelände der Dioramenplatte dem Fahrwerk angepasst.

 

Figurenumbau Panzerfahrer :

Da ich die Ein-/Ausstiegsklappen des Fahrers geöffnet darstellen möchte, soll auch die Fahrerfigur zu sehen sein. Erst hatte ich die Idee die Figur auf dem Fahrersitz darzustellen. Da dann jedoch auch zu viel vom Innenraum zu sehen gewesen wäre, hätte ich auch die Innenausstattung  herstellen müssen. Da mir das einfach zu viel Arbeit gewesen wäre, habe ich die Figur so platziert, das es so aussieht, als ob der Fahrer gerade aussteigt.

Da ich keine Russischen Soldatenfiguren habe, musste ich improvisieren und mir eine Figur zurechtbasteln. Als erstes habe ich mir Fotos von Uniformen aus dem Internet zurechtgesucht.

Als Ausgangsfigur für den Figurenumbau habe ich dann einen US Soldaten (Preiser) verwendet, da der Helm relativ groß ist und man aus ihm gut den benötigten Lederhelm formen kann, wenn man etwas Kunststoff abträgt.

 Als erstes habe ich den Helm so zurechtgeschnitten und geschnitzt, bis der Russische Lederhelm in der richtigen Form war.

Da die Figur zur Seite schaut, habe ich den Kopf abgetrennt und so wieder aufgeklebt, das die Figur nach vorne sieht. Als nächstes wurden sämtliches Gerödel entfernt (Taschen, Funkgerät, Magazintaschen, etc.). Ab der Hüfte habe ich dann den Unterkörper abgetrennt, und etwas gekürzt, da die Figur sonst etwas zu groß für den Fahrerraum gewesen wäre. Von dem Unterkörper wieder rum habe ich die Beine abgetrennt und im rechten Winkel wieder an den Unterkörper geklebt. Der linke Arm ist entsprechend der Gekürzten Figur ebenfalls etwas kürzer geschnitten. Die fertige Figur (kaum noch wieder zu erkennen oder ?) :

Den Kopf habe ich nachher noch einmal neu befestigt und zwar so das er etwas nach rechts schaut (siehe Fotos vom fertigen Diorama weiter unten)

Bemalung :

Die Grundfarbe des Modells ist aus zwei Grüntönen gemischt (Humbrol 80, Revell 65). Danach wurde das ganze Modell mit der Erdfarbe trockengemalt und somit verschmutzt.

Die Panzerketten habe ich erst mit einer Mischung aus Lederbraun (Revell 84) und Erdfarben (Revell 87) bemalt. Danach  habe ich manche Stellen mit Schwarz etwas abgedunkelt und mit der Erdfarbe etwas aufgehellt.

Das Modell auf der fast fertigen Geländeplatte :

hier das Modell auf der fertig gestellten Geländeplatte :

Hier ist noch wichtig zu erwähnen das an den vorderen großen Laufrädern die flache Seite des halbrunden Mittelstücks nach oben gerichtet sein muss und nicht wie in der Anleitung angegeben nach vorne. Mir selbst wäre das nicht mal aufgefallen, aber im Internet habe ich einen Baubericht in Englisch gefunden, in dem dies beschrieben war. Und tatsächlich ist dieses Teil bei jedem Foto das ich von diesem Panzer gefunden habe mit der flachen Seite nach oben gerichtet.

Als ich versucht habe eins der Decals kurz im Wasser einzuweichen um sie am Modell anzubringen, konnte ich meinen Augen kaum trauen, das Decal ist im Wasser in viele kleine Stückchen zerbröselt. Also entweder sind die Decals extrem empfindlich (vielleicht war ja das Wasser zu warm), oder sie sind einfach unbrauchbar. Ich werde es jedenfalls mit einem anderen Decal nochmal versuchen.

weitere Fotos vom fertigen Modell