German Guns Set  Pak 40, Pak37, Flak 38 Vierlingsflak  (Italeri, ehemaliger Esci bausatz)

Der Bausatz ist zwar von Italeri, allerdings handelt es sich hier, wie auch bei vielen anderen neuen Bausätzen von Italeri, um einen neu aufgelegten alten Esci Bausatz. Der Bausatzumfang besteht aus 88 Teilen, inklusive 8 Figuren, bei denen die Arme einzeln beiliegen und diese so in beliebiger Stellung angeklebt werden können.

Flak 38 teile:

Pak 37 teile:

Pak 40 teile:

Die Figuren sehen insgesamt gut aus, lediglich ein paar Helme sind etwas zu breit, so das wohl einige Köpfe ausgetauscht werden müssen.

Die Flak 38 hat im Vergleich mit Originalfotos insgesamt nur sehr wenig Ähnlichkeit, das Fahrgestell inklusive Räder sieht völlig anders aus, die Kanonenrohre sind viel zu dick. Die Vierlingsflak 38 von Military Wheels ist  hier eindeutig die bessere Wahl. Deshalb werde ich hier auf den Zusammenbau verzichten.

Was beim betrachten der Pak37 Teile auffällt, sind die schlecht wiedergegebenen Räder. Sowohl Felgen als auch Reifenprofil haben nur sehr grobe Ähnlichkeit mit dem Original. Das Schild der Kanone ist zu dick, dürfte aber ohne allzu viel Aufwand dünner zu schleifen sein, da auf der Innenseite eh nur wenige grobe Details vorhanden sind, die leicht erneuert werden können. Weiteres kann ich erst beim Zusammenbau sagen, für den ich allerdings erstmal ein paar brauchbare Räder und mehr Fotos als Referenzmaterial brauche. Wenn die Größe der Räder übereinstimmt, sind die richtig detailierten Räder im Flak30 Bausatz von MAC zu finden.

Die Kanone der Pak40 ist im zurückgeschobenen Zustand dargestellt, wieso ist mir ein Rätsel. So kann die Kanone nur im gerade abgefeuerten Zustand dargestellt werden, bei der die Kanone durch den Rückstoss auf der Schiene zurückgeschoben wird. Insgesamt ist der erste Eindruck der pak40 details aber O.K.            

Pak40 Baubericht :

Da es bei der Pak 40 eigentlich überwiegend nur Kleinigkeiten zu überarbeiten gibt, habe ich mich entschlossen diese zuerst zu bauen. Hinzu kommt das von diesem Geschütz jede Menge Fotos im Internet als Referenzmaterial zu finden sind.

Schilde :

Das kleine Schild das in Radhöhe angebracht wird ist zu dick und muss dünner geschliffen werden.

Erst dachte ich das das Hauptschild auch zu dick wäre, beim betrachten von Originalfotos sah ich jedoch das dieses Schild aus 2 hintereinander befestigten dünnen Metall Schilden besteht mit etwas Platz dazwischen. Also habe ich in der Mitte der Schildränder eine Rille eingeschnitzt um den Freiraum dazwischen zu simulieren.

Schilde vorher:                                                                       und  nachher:   

Die Räder :

Die Räder haben mich doch sehr nachdenklich gemacht. Auf den meisten Fotos vom Originalgeschütz haben sie entweder Scheibenräder aus Metall oder Speichenräder mit je 8 Speichen. Die Räder aus dem Bausatz haben aber 6 Speichen je Rad. Nach etwas Sucherei habe ich dann aber doch 2 Fotos finden können auf denen die pak40 mit 6 Speichenfelge zu sehen ist. Also werde ich die Räder so erstmal akzeptieren, da ich sonst keine weiteren Informationen dazu habe.

Die Rillen in den Reifen wurden so gut es mir möglich war mit einem Messer eingeschnitzt. Die Passgenauigkeit ist gut und die Kanone ist so relativ schnell montiert, lediglich die schwenkbaren Stützen sitzen sehr locker wenn sie nur gesteckt werden. Es fehlen jetzt nur noch ein paar Kleinigkeiten bis zur Fertigstellung.

Die Kanone kann bis auf die Räder voll beweglich gebaut werden, was allerdings durch die zuvor beschriebene Kanonenstellung eh nur eine aufgestellte Position zulässt.

Die schwenkbaren Stützen :

Die Stützen wurden etwas verfeinert. Die Griffe die hinten seitlich-außen vorhanden sind, sind im Bausatz nur angedeutet und müssen entweder aus dem vorhandenen Kunststoff herausgearbeitet (ausgehölt) oder durch welche aus Draht ersetzt werden. Ich habe die Griffe herausgeschnitzt (Foto links).

Die Griffe oben auf den Stützen wurden etwas nach außen gebogen. Das Teil innen auf der linken Stütze, das zum verbinden beider Stützen dient wenn diese für den Transport zusammengeklappt werden, wurde kleiner geschnitten da es mir zu groß erschien im Vergleich mit Originalfotos und wurde weiter hinten als angegeben befestigt (Foto Mitte). Die kleinen Teile zwischen Rad und Fahrgestell sind nach Anleitung falsch montiert. Das Teil das laut Anleitung auf die rechte Seite soll, gehört auf die linke. Das auf die linke Seite soll gehört entsprechend auf die rechte Seite. für die richtige Montage siehe Foto rechts.

Die Kanone :

Der auf dem nächsten Foto sichtbare hintere Teil der Schiene auf der sich die Kanone während des Rückstosses nach dem feuern nach hinten bewegt, musste erst herausgeschnitzt werden da es ein massiver Kunststoffklotz war. Die Öffnung in die die Geschosse eingeschoben werden, musste weiter nach links erweitert werden. Das kleine Loch in der Öffnung wurde noch aufgebohrt. Die Details auf der Rückseite des Schildes sind wie man sieht auch nur vereinfacht wiedergegeben. Die Mündung der Kanone wurde vorne ebenfalls aufgebohrt. Unter dem Fahrgestell wurde noch der Pin entfernt an den der Clip laut Anleitung angebracht werden soll, damit die Kanone fest mit dem Fahrgestell verbunden wird. Da dieser an der Kanone optisch nichts verloren hat und die Kanone auch so auf dem Fahrgestell fest sitzt, habe ich ihn entfernt.

Die Öse auf der Innenseite der rechten Stütze war nur angedeutet, also wurde sie durchbohrt und etwas weiter hinten angebracht. Die Streben mit denen das Schild an der Kanone befestigt ist sind aus Draht (0,6mm). Die Rille auf der rechten Seite (siehe folgende zwei Fotos) gehört dort nicht hin und wurde zugespachtelt

Das runde Teil oben auf der linken Seite der Kanone war nur angedeutet und nur von der Seite erkennbar (siehe Foto links oben). Von oben war es nicht zu identifizieren, also habe ich es entfernt und ein neues aus Draht (0,8mm) angefertigt. An den Enden ist jeweils ein Papierstreifen aufgeklebt. das dünne Metallstück am Ende ist aus 0,20mm Draht. An der linken Stütze wurde noch das Scharnier für das schwenkbare Verbindungselement mit Spachtelmasse angedeutet.

Das Schild steht wie man hier sieht viel zu aufrecht, es muss aber schräg nach hinten geneigt sein, so das ich es noch mal entfernen, abändern und neu anbringen musste.

Die Mündungsbremse wurde mit Spachtelmasse erweitert um die Form etwas genauer wiederzugeben. Sieht nicht perfekt aus aber zumindest besser als vorher.

Hier das fast fertige Modell, jetzt mit schrägem Schild:

auch die Bemalung ist fertig, sämtliche Vertiefungen wurden mit stark verdünnter schwarzer Farbe hervorgehoben. Manche bereiche wurden noch mit verdünntem weiß aufgehellt. Einige Kanten wurden noch mit einer Metallfarbe hervorgehoben teilweise mit braun (Revell 84) gemischt um flugrost anzudeuten.

Es fehlen noch die Querstange unter dem Fahrgestell und eventuell eine Überarbeitung der Zieloptik, da mir von dem Teil allerdings noch Fotos vom Original fehlen, kann ich diese erstmal nur so belassen wie sie jetzt ist.

 

weitere Fotos vom fertigen Modell