aus
dem "Ground vehicle Set 6" von Academy
Referenzmaterial vor allem in Form von Fotos findet man zu diesem Fahrzeug im Internet mehr als reichlich. Vor allem die Seiten die sich mit der Restauration dieser Fahrzeuge beschäftigen sind sehr hilfreich, da die Fahrzeuge auf den Fotos unter anderem komplett demontiert sind und so gut wie alle details sichtbar sind.
Die Passgenauigkeit der Bausatzteile ist gut. Da einige details fehlen, sehr vereinfacht dargestellt sind und auch ein paar Fehler in den details vorhanden sind, gibt es an dem Modell einiges zu verfeinern.
Die gröbsten Fehler im Bausatz sind zum einen der zu mittig sitzende Tunnel in dem der/die propeller/schraube sitzt und der flache Bug, der abgerundet sein müsste. Ein weiterer Fehler ist das zu lange Schwallbrett, dieses befindet sich im Eingeklappten zustand noch vor der Motorklappe. Im Bausatz liegt das Teil aber auf der Klappe auf. Dies resultiert daraus, das der Auspuff direkt unter dem Schwallbrett sitzt und der Platz für diesen aufgrund des zu dick geratenen Schwallbretts nicht ausreicht.
Auf dem Foto gut zu sehen die sehr vereinfacht dargestellt Antriebswelle für den Propeller und das zu breite und vereinfacht dargestellte Ruder. Der Tunnel sitzt wie bereits beschrieben zu weit in der Mitte. Um das zu ändern wurde der Tunnel auf einer Seite mit Spachtelmasse verengt (siehe folgendes Foto). Antriebswelle und Ruder wurden entfernt und werden später erneuert.
Auch gut zu erkennen, der mit Spachtelmasse und 0,2mm Draht überarbeitete Bug.

- Der Poller vorne ist falsch herum dargestellt. Dies lässt sich allerdings einfach beheben. Mit eine sehr scharfen und dünnen klinge wird der gesamte Poller abgetrennt und umgedreht wieder aufgeklebt. Außerdem war er oben zu schmal und wurde mit einer runden Platte aus Gussastresten ergänzt.
- Die Scheinwerfer wurden vorne aufgebohrt, in Chromsilber bemalt und mit etwas Klarlack aufgefüllt. Das Schwallbrett wurde dünner geschliffen, die Rillen auf der Rückseite ergänzt und die Enden gekürzt, da sie zu lang waren. Die Befestigungen für das Schwallbrett wurden entfernt und durch welche aus Draht ersetzt, so das das Teil jetzt beweglich ist.
- Das Schwallbrett wurde dünner geschliffen und die Enden gekürzt, da sie zu lang waren. Die Rillen auf der Innenseite wurden später eingeschnitzt. Das Schwallbrett ist beweglich gebaut, die Scharniere sind aus 0,44mm Draht.
- Der Auspuff wurde ebenfalls überarbeitet, das vereinfacht dargestellte Gitterblech und die Stange über dem Auspuff wurden entfernt, da der Platz für das zurück geklappte Schwallbrett sonst nicht ausgereicht hätte. Das Auspuffrohr wurde auf einer Seite durch Draht ausgetauscht, da es zu kurz war.
- Die kreuzförmigen details auf den Motorklappen fehlten und wurden mit Kunststoffhaaren dargestellt. Leider lassen sich diese nur schlecht mit Sekundenkleber befestigen. Nachdem ich sie mehrmals wieder ankleben musste haben sie endlich gehalten.
- Das Ersatzrad ist falsch dargestellt, es zeigt ein an der Achse befestigtes Rad. Die Mitte der Felge muss hier hohl sein und nur eine der Schrauben (mit denen das Rad an der Achse befestigt wird) dürfte sichtbar sein. Also wurde die Mitte und die Löcher für die Schrauben bis auf eine aufgebohrt.
- Die Rückleuchten waren zu vereinfacht dargestellt, ebenso der Benzineinfüllstutzen. Beide wurden entfernt und wurden später ergänzt.
- Zu spachteln gibt es auch einiges. Die Sinkstellen auf den hinteren Kotflügeln wären beim fertigen Modell zu sehen und wurden deshalb zugespachtelt. Die Seiten links und rechts von der Armaturentafel waren zu schmal. Deshalb wurden diese mit Spachtelmasse erweitert, außerdem stimmte der Winkel zur Seitenwand nicht und wurde entsprechend nachgeschliffen.
- Die Auspufföffnung fehlte und wurde aufgebohrt, da die Position beim ersten Versuch nicht stimmte, musste noch mal mit Spachtelmasse korrigiert werden.
- Die Rillen auf der Innenseite der Seitenwände fehlten und wurden eingeschnitzt. Das gleiche gilt für die Rillen auf der Innenseite des Schwallbrettes (siehe folgendes Foto).

Die zwei Hebel links und rechts über der Armaturentafel waren nur angedeutet, wurden entfernt und mit 0,2mm Draht neu angefertigt.




Das ganze Modell lässt sich sehr gut Segmentweise bearbeiten ohne das geklebt werden muss. Verklebt wird das ganze dann erst zum Schluss.

- Die Windschutzscheibe ist komplett neu aufgebaut. Sie besteht aus Klarsichtfolie, 0,44mm Draht und Toilettenpapier um den Kunstoff stabil mit dem Draht zu verbinden. Mit dem Ergebnis bin ich nicht 100 prozentig zufrieden, aber besser wie das Bausatzteil ist es allemal.
- Die zwei Bügel, auf der die heruntergeklappte Scheibe abgelegt wird, sind aus dünnem Blech.
- Die Blackoutlight (Tarnleuchte) wurde vorne verlängert, Der Schutzbügel vor der Blackoutlight ist ebenfalls aus dünnem Blech.

- Die Innenseite der Scheibe wurde mit 0,44mm Draht und 0,2mm Draht (Griff) überarbeitet. Der Scheibenwischermotor ist aus einem Gussastrest entstanden, auf den ein Farbtropfen aufgebracht wurde.
- Der zweite Griff auf der Klappe oberhalb der Armaturen wurde noch ergänzt, er ist ebenfalls aus 0,2mm Draht.
- Der Benzin Einfüllstutzen ist aus Draht und Gussastresten entstanden.
- Die Rückleuchten sind ebenfalls aus Gussastresten. Die Halterungen sind aus Papier.
- Die 5 Schalthebel sind aus 0,2mm Draht, Der Schaltknauf ist jeweils aus Farbtropfen entstanden.
- Der Fahrersitz ist zu nah an der Seitenwand dargestellt, was zur Folge hat das Sitz und Lenkrad beim montierten Modell versetzt zueinander angeordnet sind. Ich habe das leider zu spät gemerkt und konnte die Sitzfläche nicht mehr anders anordnen. Ich habe deshalb die Rückenlehne nachher etwas versetzt angeklebt und den Lenker etwas weiter zur Fahrzeugseite hin befestigt um Sitz und Lenker wenigstens einigermaßen in Einklang zu bringen. Bei Gelegenheit wird das ganze dann mit einer Fahrerfigur verdeckt.

- Die zwei Ösen hinten links und rechts und die Öse vorne sind aus dünnem Blech (siehe roter Kreis).
- Der Scheibenwischer ist aus 0,2mm Draht, das Wischerblatt aus Papier.
- Der Halteriemen vom Benzinkanister ist ebenso aus Papier.
- Auf dem folgenden Foto gut zu erkennen die eingeschnittene Kerbe in der Mitte unterhalb des Schwallbretts, die beim nach vorne Klappen auf der Öse vorne sitzt


- Der Propeller wurde im Durchmesser etwas verkleinert, um ihn dem verkleinerten Tunnel anzupassen. Die Propellerblätter sind im Grunde zu dick, aber davon sieht man eh nicht viel, wenn man das Modell nicht gerade von unten betrachtet.
- Die Welle an der der Propeller befestigt ist, ist aus Draht.
- Die Halterung mit der die Welle an der Wanne befestigt ist, ist aus Papier.
- Das Ruder wurde neu aufgebaut aus einem Stück Blech, die Befestigung des Ruders ist aus Kunststoff.
Hier noch mal aus einem anderen Blickwinkel :

- Die decals lassen sich zwar ganz gut befestigen, sind aber im Vergleich zu anderen Herstellern ein bisschen dicker und glänzen sehr stark. Die decals mit den Kennnummern kommen mir etwas zu groß vor.
das fertige Modell :

- Der Spiegel ist der aus dem Bausatz, er wurde nur dünner geschliffen und der Spiegelarm durch einen aus 0,2mm Draht erneuert. Das Spiegelglas wurde mit Spiegelfolie dargestellt.

Fazit :
Neben einem guten
Jeep Modell von Airfix gibt es nun auch ein vernünftiges Modell vom GPA, d.h.
wenn man ein paar Kleinigkeiten korrigiert. Im Vergleich zu den vorangegangenen
Sets von Academy ist zwar auch an diesem Modell einiges zu korrigieren und zu verfeinern
aber die Mängel sind nicht mehr so gravierend wie bei den vorangegangenen
Bausätzen.
