Horch 108 Typ 1a Truppentransport
Der Bausatz ist von MAC und in mittlerweile 4 verschiedenen Ausführungen erhältlich, zwei Typ 1a und zwei Typ 40 Varianten jeweils mit aufgesetzter Flak30 und als Truppentransport. Obwohl auch Ätzteile beiliegen, ist der Bausatz von den Oberflächenstrukturen her doch sehr simpel gehalten. Viele Details sind nur angedeutet und unzureichend wiedergegeben.
Da ich im Internet nur sehr wenige Fotos vom Typ 1a gefunden habe, hätten diese für mich niemals ausgereicht um das Modell zu bauen. Glücklicherweise gibt es ein Heft das sich genau mit diesem Fahrzeug befasst, welches ich mir dann auch zugelegt habe :
Horch in Detail, Special Museum Line No.18, im Grunde ein umfangreicher Fotoband sowohl vom Typ 1a (ältere Version mit Allradlenkung und außen liegenden Ersatzrädern) wie auch vom Typ 40 (neuere Version, nur Vorderrad Lenkung mit innen liegenden Ersatzrädern) mit vielen zusätzlichen Beschreibungen/Informationen (allerdings sind alle Texte in Englisch) zu den Fahrzeugen.
Erstmal zum Bausatzumfang, der Bausatz enthält zusätzlich zu den Kunststoffteilen auch noch Ätzteile. Decals sind für zwei Versionen enthalten. Die Anleitung ist stellenweise etwas ungenau, was die Korrekte Platzierung mancher Teile am Modell betrifft.
Der Bausatzumfang im Bild:





Erste Änderungen am Bausatz:
Die Vordere Stoßstange: im Vergleich mit den Fotos fiel auf, das die durch Umrandungen angedeuteten Ovalen Löcher auf dem Bausatzteil nicht stimmten. Sie sollen wohl die Stoßstange des Typ 40 darstellen, doch selbst da ist ein Loch zuwenig vorgegeben. In der Mitte müssten sich demnach vier Ovale Öffnungen anstelle von 3 befinden. Wie auch immer, die Stoßstange des Typ 1a hat 5 runde Löcher in der Mitte, wobei die beiden außen zum Rand hin etwas spitz auslaufen.
Das Bausatzteil vorher : und nach der Überarbeitung :


Die außen liegenden 4 angedeuteten Löcher habe ich nur auf Fotos des Typ 40 gesehen und diese deshalb weg geschliffen. Die scharfkantigen Stellen habe ich durch schleifen abgerundet.
Das Chassis / Fahrwerk:
Das gesamte Fahrwerk zu überarbeiten wäre Wahnsinn, da eigentlich jedes Teil nur sehr vereinfacht angedeutet wurde. Man müsste also das gesamte Chassis neu aufbauen. Ich habe hier versucht so viele Teile wie möglich zu überarbeiten.
Die Federung/Stossdämpfer sind nicht in der gefederten Position
dargestellt und sehr vereinfacht wiedergegeben, als flaches und gerades Teil (siehe
Foto
unteres Teil, darüber das überarbeitete im gefederten zustand mit den Federn.
Das gesamte Teil besteht jetzt aus 9 Einzel teilen : 4 Federn, 2 Stangen
(Draht), Mittelstück und die zwei schräg angebrachten Seitenteile.
Die Federn sind aus dünnem Draht, den ich mit der Hand spiralförmig um einen Bohrer mir entsprechend dünnem Durchmesser gewickelt habe. Die Seitenteile sind mit einem Messer vom Mittelteil getrennt. Das Mittelteil ist etwas mit der Feile gekürzt, zwei Drähte sind zwischen Mittelteil und Seitenteile geklebt und an diesen Stellen mit Spachtelmasse verspachtelt. Die Löcher sind angebohrt. Die Ränder der Seitenteile sind mit einem Schnitzmesser eingekerbt.
Die Staukästen die am Chassis aufgeklebt werden sind viel zu flach dargestellt und wurden vergrößert.
fertige Federung: überarbeitete Staukästen:

Chassis vorher : Chassis nachher :


Die angedeuteten Stossdämpfer am Chassis (1), als solche nicht zu erkennen, habe ich weg geschliffen. Die hinteren Radkästen (5) sind zu dünn und wurden erweitert. Den Auspuff im Achsenbereich (4) habe ich weg geschliffen, da er beim Original über der hinteren Achse verläuft. Der Hecktank ist mit Spachtelmasse etwas schräg angehoben, der Mitteltank ist ebenfalls etwas angehoben angebracht. Der Kasten (2) und die mittlere Verstrebung (3) sind zu flach dargestellt und wurden mit zurechtgeschnittenen Kunststoffresten erweitert.
Da das Fahrzeug (Typ 1a) im Original eine Allradlenkung besitzt, habe ich alle Räder im gelenkten Zustand dargestellt, es fehlen allerdings noch die Lenkgestänge an der vorderen und hinteren Achse.
Die Türeninnenseiten :
vorher: nachher:


Auch die Strukturierung der Türinnenseiten ist viel zu flach wiedergegeben (siehe Foto links oben). Zuerst habe ich die gesamte Innenseite flacher geschliffen und die Ränder mit streifen aus Pappe neu gestaltet. Der Handgriff ist aus dünnem Draht.
Die Scheinwerfer:
Die Position an der die Scheinwerfer nach Anleitung angebracht werden sollen, stimmt wohl nicht. Sie müssen viel weiter vorne angebracht werden. Zumindest sind sie auf allen Originalfotos dieses Fahrzeugs dort angebracht.
Das Interieur (Inneneinrichtung):
Das Armaturenbrett habe ich nahezu unverändert übernommen, ist für den Typ 1a fast korrekt wiedergegeben. Alle Anzeigeinstrumente sind an der richtigen Stelle strukturiert angedeutet, lediglich eine Armatur fehlt und wurde von mir dazu gemalt. Das Armaturenbrett ist etwas zu breit, fällt aber nur bei genauem hinsehen auf. Beim Typ 40 dem sicherlich das gleiche Armaturenbrett beiliegt, müsste man das mittlere größere Anzeigeelement entfernen, da sich dort beim Original nur ein Drehschalter befindet. Bemalt habe ich erstmal alles in Panzergrau (Humbrol 67), die Armaturen und die Hinweis Plaketten habe ich dann mit schwarz seidenmatt angemalt. Die Beschriftungen, Skalen und Zeiger habe ich mit einem Pinsel (der nicht mehr als 5-6 Haare hat) weiß bemalt. Wenn die Zeiger zu dick aufgemalt waren, habe ich mit einer spitzen Messer Klinge vorsichtig die überschüssige Farbe weggekratzt.

Gang-Schaltungs-Getriebekasten:
Der Gangschaltungskasten aus dem Bausatz ist völlig falsch und soll wohl den des Horch 108 Typ 40 darstellen. Aufgrund dessen habe ich irrtümlich den Schaltungskasten des Typ 40 neu gebaut. Erst hinterher ist mir aufgefallen das der Schaltungskasten des Horch 108 Typ 1a ganz anders aussieht und muss diesen nun nochmal neu bauen.
Gangschaltungskasten vorher: Gangschaltungskastenkasten nachher (Typ 40): Gangschaltungskasten nachher (Typ 1a)

Der Boden im Innenraum ist leider überhaupt nicht strukturiert, nur glatt. Beim Original haben die Bodenbleche eine geriffelte Struktur.
Fahrer und Beifahrersitz : habe ich nur ein wenig verändert. Ich habe lediglich die Sitzkissen und Rückenlehnenpolster nach Vorbildfotos etwas verkleinert.
Rücksitzbänke: Die Rahmen aus dem Bausatz, mit denen die Bänke auf dem Boden befestigt werden sind furchtbar, es sind Ätzteile (siehe Bild) und demnach vollkommen flach wiedergegeben. Also habe ich diese aus Kupferdraht neu angefertigt, hier auf dem Foto bereits montiert:

to be continued .....