SdKfz 251-22 Ausf. D mit 7,5cm Pak "Pakwagen"

Der Bausatz ist von Hasegawa und umfasst 97 Teile davon 2 aus Vinyl (Ketten) und 5 Teile die für diesen Bausatz nicht benötigt werden. Die Anleitung ist leicht verständlich mit Skizzen der einzelnen Bauabschnitte versehen. Es ist nur ein Bemalungsvorschlag vorhanden, jedoch decals für weitaus mehr Varianten. Die Passgenauigkeit ist befriedigend bis sehr gut. Man muss manchmal schon mal ein wenig nachschleifen damit es richtig passt.
Bausatzumfang :



Dieser Spritzling ist 2 mal vorhanden :



Diese Teile sind ebenfalls 2 mal vorhanden :


Ich warte schon seit Jahren darauf endlich diesen Bausatz bauen zu können, da ich allerdings erst jetzt genug Referenzmaterial in form von Fotos finden konnte konnte es endlich losgehen. Auch Fotos von dem 1/35 Dragon Modell waren hier eine große Hilfe.
Zusammenbau und Änderungen am Bausatz :
Da ich den Bausatz parallel zum Dragon SdKfz 251-1 gebaut habe, hatte ich hier eine ganz gute Vergleichs Möglichkeit. Das Hasegawa Modell ist insgesamt ca. 1mm breiter und länger als das Dragon Modell. Die Kotflügel sind wieder rum kürzer wie beim Dragon Modell. Die Ketten sind etwas breiter und an den Rändern dicker wie beim Hasegawa Modell. Mehr dazu im Vergleichsbericht.
Die meisten Unterschiede fallen allerdings nur im direkten vergleich auf.
Die Kanone :
Vor allem die Kanone inklusive Sockel ist doch sehr dürftig detailiert, hier muss eine Menge ergänzt und geändert werden. Als Referenzmaterial dienten mir hier zwei schwarzweiß Fotos und einige Fotos vom 1/35 Dragon Modell. Ebenso waren Fotos von der gezogenen Pak 40 sehr hilfreich, praktisch das selbe Geschütz nur mit Rädern und ausklappbaren Stützen.

Als erstes wurde die Fehlende Rille in der Schiene (auf der das Geschütz durch den Rückstoss nach hinten gleitet) mit einem Messer und einer Nagel Feile eingeschnitzt (Foto oben vorher, Foto darunter nach dem einritzen) :


Das I-Profil in den seitlichen Trägern wurde etwas weiter eingeschnitzt so das es deutlicher zu erkennen ist. So wie bei dem Teil in der Mitte sah es vorher aus und so wie das Teil ganz links nach dem einritzen. Auch bei dem Teil ganz rechts auf dem Foto fehlte das Profil und wurde eingeschnitzt.
Hier die Träger montiert, mit aufgesetztem Geschütz :

Bei der Munitionskiste unter der Pak wurden hinten noch die Öffnungen für die Geschosse aufgebohrt, da ich die Kiste geöffnet darstellen möchte. An der Kanone wurde der Hebel oben auf der Kanone durch 0,44mm Draht nachgebildet. Der Bügel auf der rechten Seite ist ebenfalls aus diesem Draht.

Die Handrädchen sind ebenfalls aus 0,44mm Draht, die Kreuzförmigen mittleren Teile der Rädchen sind aus Papierstreifen. Alle weißen Bereiche auf dem Foto sind mit Papier nachgebildet.

Die Klappe für die Munitionskiste ist aus dünnem Blech, die Scharniere aus Papier. Die weißen Teile an der Kanone sind aus Pappe und die Kiste oben auf der Innenseite des Schildes ist aus Plastikresten. Das Schild aus dem Bausatz kam mir zu dünn vor. Da das Schild der Pak 40 aus zwei hintereinander liegenden Blechen besteht, habe ich das aus dem Bausatz etwas dünner geschliffen und das zweite Blech dahinter aus dünnem Blech hergestellt und dahinter geklebt. Der Rand auf der Innenseite des Schildes über dem die Kiste befestigt ist, ist ebenfalls aus Blech. Die Stangen zwischen Schild und Pak sind wieder aus 0,44mm Draht.

So hier noch ein wenig Farbe :



Damit ist die Pak bis auf die Zieloptik fertig bestückt.
Details außen am Fahrzeug :
Die Ränder der Schutzbleche waren zu dick und wurden dünner geschliffen, links-vorher, rechts-nachher.

Das MG aus dem Bausatz ist viel zu groß und klobig (auf dem folgenden Foto oben), das aus dem Dragon Bausatz (auf dem Foto unten) hat zwar die richtige Maße, aber der Abstand zwischen den Kühlrillen ist zu kurz, wodurch es insgesamt irgendwie merkwürdig aussieht. Deshalb habe ich hier weder das eine noch das andere verwendet sondern welche aus der Restekiste benutzt.

Die Ketten aus dem Bausatz sind zu dick und auch breiter wie die von Dragon. Die Ketten aus den Esci Bausätzen sind sogar noch ein wenig breiter wie die Hasegawa Ketten, dafür aber dünner von der Seite aus betrachtet. Da man am fertigen Modell allerdings mehr von dem Kettenrand sieht als von der Auflagefläche, habe ich mich dennoch für die Esci Ketten entschieden.
Dragon Esci Hasegawa :

Die Spitzhacke aus den Bausatz ist zu groß, deshalb habe ich hier die übrig gebliebene Spitzhacke aus dem Dragon Bausatz (SdKfz 251/1 Ausf. D) verwendet, denn da ist praktischerweise eine mehr als benötigt enthalten.
Die Hasegawa Axt ist auch etwas grösser und klobiger und wurde entsprechend der Axt aus dem Dragon Bausatz umgeändert/angepasst.
Details im Innenraum :

Das Riffelmuster der Bodenplatten fehlt in dem Bausatz leider komplett und wurde nicht mal angedeutet. Da aber nach der Installation der Kanone eh kaum noch was vom Boden zu sehen ist, habe ich hier nichts ergänzt.
Die Platten innen auf den Seitenwänden, auf denen unter anderem auch die MP befestigt ist, sind aus Papier.
Die MP und MP-Munitionstasche links an der Wand neben dem Fahrersitz fehlen im Bausatz ebenfalls. Die MP ist aus dem Dragon Bausatz, dort habe ich wieder rum die MP s aus den Preiser Figurensätzen verwendet. Da man die MP beim fertigen Pakwagen eh kaum sieht, ist die etwas schlechter detailierte MP aus dem Dragon Bausatz dennoch ausreichend. Die MP Munitionstasche ist von Preiser. Die fehlenden Schalthebel habe ich hier nicht ergänzt, da eh das Geschütz davor sitzt.
Die kleine Sitzfläche (beim Original klappbar) auf der linken Seite beim fertig montierten Modell zwischen Kanone und Sitzbank, fehlt im Bausatz. Da aber die anderen Sitzbänke im Bausatz ja nicht benötigt werden kann man sich aus einer dieser Bänke die Sitzfläche herausschneiden.
Die Sitzflächen habe ich hier als die Lederbezogene gepolsterte Variante gedeutet, weshalb ich diese auch schwarz lackiert habe. Es gab diese auch aus Holz, allerdings müsste die Sitzfläche dann stärker gebogen sein.
Die dreieckigen Trennwände sind aus Pappe :

Die Halterung für das Geschützrohr, so wie die Haken vorne am Fahrzeug wurden noch etwas dünner geschliffen.
Die Bemalung :
Die Grundfarbe ist eine Mischung aus Sandgelb und weiss. Die Tarnstreifen sind gemischt aus Bronzegrün (Revell 65) mit einem helleren grün (Humbrol 80) und aus Lederbraun (Revell 84) mit einem helleren braun (Revell 85).
Hier sind noch mal gut die Trennwände zu sehen :

So fertig isser :

Jetzt fehlen nur noch die Zähne auf der Innenseite der Ketten.
Der Antennensockel ist aus Kunststoff resten, einem Stück Metall und Papier entstanden.
Die decals sind zwar sauber gedruckt, lassen sich auch sehr gut anbringen, der Trägerfilm ist allerdings zu dick, so das der Rand der decals erkennbar bleibt.
Der Feuerlöscher aus dem Bausatz ist doch sehr dürftig detailiert, also habe ich diesen selbst neu angefertigt, genauer gesagt habe ich gleich zwei angefertigt. Da sich zwei Stück, einer hinten links und einer rechts, im Fahrzeug befinden. Der Feuerlöscher ist wie auch schon beim SdKfz 222 aus Draht, Papier und Plastikresten entstanden. Die Munitionstrommel für das MG stammt aus dem Dragon Bausatz.

Die vorderen Räder aus dem Bausatz sind im Durchmesser zu groß und auch zu dünn und werden bei Gelegenheit noch ausgetauscht, bis dahin müssen diese aber erstmal ausreichen.
Da der Baubericht zum Dragon 251/1 Ausf. D nicht so aufwendig ist, da bei dem Modell nicht so viele details geändert werden müssen, werde ich diesen Bericht gleich als Vergleichsbericht zum Hasegawa Modell erstellen.
Fazit : man merkt dem Bausatz doch deutlich das alter an. Viele wichtige details vor allem am Geschütz fehlen einfach. Auch die Vinylketten sind lediglich als Notlösung verwendbar, obwohl diese schon besser detailiert sind wie in manch anderem Hasegawa Bausatz.. Auch die decals sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit mit dem zu dicken Trägerfilm.
Trotzdem alle dem lässt sich noch eine Menge aus dem Bausatz heraus holen.
weitere Fotos vom fertigen Modell