Steyr 1500 A Pritschenaufbau
Der Resin Bausatz ist von TP Model, umfasst 22 Teile und enthält Decals für
drei Ausführungen.
Die Bauanleitung ist wie bei fast allen Resinbausätzen unzureichend für den
Zusammenbau (die genaue Positionierung der Teile auf der dargestellten Zeichnung
ist unklar, da sie sehr ungenau ist).
Hier erstmal der Bausatzumfang:


Alle Teile müssen aufwendig glatt geschliffen werden. Manche Teile die im
Bausatz enthalten sind, werden in der Anleitung überhaupt nicht aufgeführt
(Lenkrad, Armaturenbrett, Scheinwerfer, Notekscheinwerfer vorne,
Anhängerkupplung)
Es gibt mehrere Lufteinschlüsse im Resin, einige Teile sind nicht richtig
ausgegossen (Kühlerschutzgitter, hintere Achse). Der Chassisrahmen und die Pritsche sind
leicht verbogen, was allerdings kein Problem darstellt, da man die Teile durch
erhitzen, z.B. heißes Wasser nachkorrigieren kann. Sämtliche Oberflächen müssen mühsam glatt geschliffen
werden. Die Winker müssen regelrecht aus dem Resin herausgeschnitzt werden
(siehe folgende Fotos).
linkes
Foto: Winker vor der Überarbeitung, rechtes Foto: Winker nach dem abtragen des
überschüssigen Resin Materials
Scheiben, Scheibenwischer, Seitenspiegel, Seiten-Abstands-stangen und die
hintere Nummernschildplatte sind nicht im Bausatz enthalten und das, obwohl ein
Decal für das hintere Nummernschild vorhanden ist, wo soll es denn hingeklebt
werden ???.
Besonders beim Chassisrahmen ist es teilweise schwierig die eigentlichen
Konturen von dem überschüssigen Resin zu unterscheiden.
Die Passgenauigkeit wird erst durch viel nachschleifen erreicht.
Hier das fast fertige Modell, noch in der Grundbemalung:

Die Konturen des Benzinkanisters wurden überarbeitet, die 3 Griffe mussten erst aus dem Resin herausmodelliert werden. Die Halterung für den Kanister fehlt auf diesem Foto noch. Seitenspiegel, Scheibenwischer und die Stangen auf der Stoßstange sind selbst angefertigt (näheres dazu siehe Detailfotos).
Änderungen an den Bausatzteilen:
Kühlerschutzgitter:
Das Gitter zurechtzufeilen war wohl die Zeitaufwendigste und nervigste
Arbeit, bei dem brüchigen Material. Zweimal durfte ich durchgebrochene
Gitterstäbe wieder zusammenkleben. eine Gitterstrebe musste geflickt werden, da
sie zu dünn ausgegossen war (siehe Foto Bausatzumfang.
Chassis Rahmen:
Dieser
war total verzogen und wurde unter heißem Wasser zurechtgebogen.
Vorderrad Felgen:
Die
Löcher lagen meiner Meinung nach zu weit zur Mitte hin, Löcher sind weiter außen
nachgebohrt. Der innen
liegende Bereich wurde zugespachtelt.
Hintere Achse:
nicht richtig ausgegossene Bereiche wurden zugespachtelt. Die Hinteren
Trommelbremsen sind im Durchmesser kleiner geschliffen.
Lenkrad:
ist dünner geschliffen
Detailfotos der selbst angefertigten Teile:
Nummernschildplatte hinten: Die Platte ist aus Papier, der Notek
Scheinwerfer hinten ist aus Kunststoffresten gefertigt. Seitenspiegel:
ist aus Draht (d=0,20 mm) und Gussastteil welches mit Spiegelfolie beklebt ist
gefertigt
Benzinkanisterverschluss:
Konturen der 3 Griffe sind nachgearbeitet. Verschluss der Kanisterhalterung wurde
ergänzt (der Riemen ist aus Papier und
einer Metall Öse, die ich aus 0,20mm draht gefertigt habe.
Scheibenwischer: der Wischerarm ist aus draht, das Wischerblatt aus
Klebstoffgetränktem Papier
Seiten-Abstands-stangen: sind aus Kupferdraht (d=0,6mm), die Enden
sind dem Vorbild
entsprechend plattgedrückt (hier mit einer Flachzange)
Das fertige Modell:


Scheiben:
sind aus dünner Klarsichtfolie zurechtgeschnitten und an den Rändern vorsichtig
mit Sekundenkleber
festgeklebt.
Auspuffrohrendstück:
fehlt oder ist nicht richtig ausgegossen. Muss noch ergänzt werden
TP Model ist soweit ich das bisher gesehen habe der einzige Hersteller von Resinbausätzen, der auf die Gesundheitsgefährdung durch einatmen der Resinpartikel, die beim schleifen entstehen, hinweist (allerdings nur auf Englisch und Tscheschich.
Fazit:
im großen und ganzen ist es ein gutes Modell geworden, auch wenn die Resin Qualität nicht so gut ist wie z.B. von Kora oder Planet Models. Vor allem das Nacharbeiten des Schutzgitters und das glatt schleifen aller Oberflächen hat unheimlich viel Zeit in Anspruch genommen. Hinzu kommt noch das viele Teile selbst angefertigt werden müssen. (Da kommt fast ein wenig Erinnerung an den Resinbausatz von Attack auf, bei dem auch viel geändert und hinzugefügt werden musste). Die Felgen der vorderen Räder sind scheinbar zu groß im Durchmesser, dadurch ist der Reifen wiederum zu schmal.
Wie bei fast allen Resin Bausätzen kommt man auch hier nicht ohne Originalfotos aus. Die Anleitung ist sehr ungenau und die Decals sind etwas undeutlich/verschwommen gedruckt. Dafür hat TP Model den Steyr 1500 in fast jeder Ausführung/Variante im Programm.